Die bewegte Geschichte der Villa Ganz in Embrach
Die Geschichte der Villa Ganz ist so glanzvoll wie tragisch. Hans-Ulrich Ganz erstellte das prunkvolle Anwesen zum Gedenken an seinen verstorbenen Bruder, den Grossindustriellen Abraham Ganz.
Von Star-Architekten erbaut
Der Embracher Hans-Ulrich Ganz liess das Wohngebäude mit Remise und Waschhaus 1871/72 von den Architekten Adolph und Fritz Brunner bauen. Diese hatten sich an der unteren Bahnhofstrasse in Zürich einen Namen gemacht und gehörten zu den gefragtesten Architekten der Zeit. Das Geld für den Bau der prunkvollen Villa stammte aus dem Nachlass von Hans-Ulrichs Bruder Abraham Ganz. Er gilt als Gründervater der ungarischen Schwerindustrie, erfand die Schalengussräder und stattete damit europaweit Eisenbahnen aus.
Aus dem Nachlass von Abraham Ganz
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war der Embracher Abraham Ganz einer der reichsten Bürger Budapests. Er prägte die Stadt mit Eisenbahn- und Tramrädern, Gaskandelabern, Brückengeländern und den Ketten für die berühmte Kettenbrücke. Nach seinem kometenhaften Aufstieg im Giessereigeschäft, erkrankte Ganz an einem Nervenleiden und stürzte sich aus dem Fenster.
Aufwändig restauriert
Seine Geschwister erbten eine beträchtliche Summe Geld. Zum Andenken an den Verstorbenen, liessen sie die Villa mit Remise, Waschhaus und grosszügigem Umschwung bauen. Ein paar Generationen später gelangte das Anwesen in den Besitz von Jürg Tobler, Kunstkenner und Urenkel des Industriellen Abraham Ganz. Er liess Villa und Nebengebäude aufwändig und unter Aufsicht des Denkmalschutzes restaurieren.
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